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Die drei E.ON-Gesellschaften in Helmstedt unterstützen Förderverein Schöninger Speere: Finanzielle Zuwendung von insgesamt 21.000 Euro
In Schöningen laufen die Vorbereitungen für den Bau des geplanten Erlebniszentrums „Schöninger Speere“ auf Hochtouren. Damit die Planungen weiter vorangetrieben werden können, haben die drei Helmstedter E.ON-Gesellschaften E.ON Avacon, E.ON Energy from Waste und E.ON Kraftwerke untereinander verabredet, dem Förderverein Schöninger Speere jeweils 7.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Alle drei Unternehmen sind dem Projekt auf verschiedene Weise über lange Jahre positiv verbunden.
Schöningens Bürgermeister Matthias Wunderling-Weilbier und der Vorsitzende des Fördervereins Schöninger Speere, Dr. Wolf-Michael Schmid, freuten sich über die finanzielle Zuwendung von insgesamt 21.000 Euro. Matthias Wunderling-Weilbier sagte: „Die gemeinsame Unterstützung ist ein Zeichen für die über Jahre gewachsene Partnerschaft zwischen der Stadt, dem Förderverein und den drei E.ON-Unternehmen.“
Dr. Wolf-Michael Schmid verwies auf die historische Chance, das lange verfolgte Tourismusprojekt nun in sehr ambitionierter Weise umsetzen zu können: „Das Land ist bereit, die voraussichtlichen Baukosten in Höhe von 15 Millionen Euro komplett zu übernehmen. Es ist jetzt an uns, hier in Schöningen ein Konzept für die Trägerschaft und den laufenden Betrieb vor Ort vorzulegen.“
Derzeit laufen mit Hochdruck die Arbeiten, um eine Projektleitung aufzubauen, ein Betreiberkonzept zu entwickeln und auch ein Architekturkonzept zu erstellen. Gerade für diese Aufgaben ist die aktuelle finanzielle Förderung eine willkommene Unterstützung. Übergeben wurden die Schecks von Veronika Keller-Lauscher, Personalvorstand E.ON Energy from Waste, Peter Hecker, Personalvorstand E.ON Avacon und Helmut Wensing, Leiter des Helmstedter Reviers der E.ON Kraftwerke.
„Wir sind sehr stolz darauf, dass der Tagebau Schöningen in der archäologischen Forschung eine bezeichnende Rolle spielt“, erklärte Helmut Wensing. „Wie wir von den vor Ort arbeitenden Wissenschaftlern gelernt haben, ist die Schichtenabfolge, die sich über 12 Millionen Jahre erstreckt, in dieser Deutlichkeit sehr selten.“
Veronika Keller-Lauscher verwies darauf, dass es sich bei den im Tagebau Schöningen gefundenen Speeren um die ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit handelt. Außerdem ermöglichten die Speerfunde Einblicke in altpaliolithische Arbeits- und Lebensweisen: „Sie verdeutlichen uns das damals vorhandene Sozialverhalten. Ihre Präsentation in dem geplanten Erlebniszentrum wird ein Aushängeschild für Niedersachsen und die Region Helmstedt.“
„E.ON Avacon fördert das Projekt seit dem Jahr 2004 finanziell“, erläuterte Peter Hecker. „Uns hat vor allem der integrative und kreative Ansatz überzeugt. Es geht in Schöningen nicht allein um ein archäologisches Forschungsprojekt für einen kleinen Kreis von Wissenschaftlern. Indem man die Funde erlebnisorientiert einer breiten Öffentlichkeit nahe bringt, lassen sich hoffentlich entsprechende touristische Potenziale erschließen.“
Die Speere, die 1994 auf Tagebaugelände der alten BKB, jetzt E.ON Kraftwerke/Helmstedter Revier, gefunden wurden, sind ein bedeutendes Zeugnis für die bisher unbekannte handwerkliche Geschicklichkeit der urmenschlichen Vorfahren. Seit vielen Jahren unterstützt das Helmstedter Revier die archäologischen Grabungen und Forschungen mit zahlreichen Sachleistungen. Dazu gehört beispielsweise die Gestellung von Baumaschinen mit dem entsprechenden Personal. Und es wurde sogar in der Vergangenheit in einzelnen Teilstücken der Abbau der Kohle eingestellt, damit die Forschungen dort ungestört vollzogen werden konnten. Aktuell bekommt ein Team des Senckenberg-Instituts Frankfurt Hilfe beim Bergen Millionen Jahre alter Palmenstümpfe und Seegrasfelder.

Schöningen, 27. April 2009 nach oben
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